Aktuelles aus: FSZ in der Presse

Gemeinsame Stellungnahme der Beschäftigtenvertretungen und Geschäftsführungen der Drogen- und Suchthilfe in Berlin zur Anpassung der Gehälter an das Lohnniveau des Öffentlichen Dienstes Berlin

Gemeinsame Stellungnahme der Beschäftigtenvertretungen und Geschäftsführungen der Drogen- und Suchthilfe in Berlin zur Anpassung der Gehälter an das Lohnniveau des Öffentlichen Dienstes Berlin März 2021 Berlin verfügt über ein differenziertes Drogen- und Suchthilfesystem, dessen Kernstück die regionale Grundversorgung ist. Dieses System wird durch Zuwendungen des Landes Berlin und der Berliner Bezirke finanziert, aber auch durch Entgelte im Rahmen von Leistungsvereinbarungen nach §131 SGB IX. Hinzu kommen Leistungen der suchttherapeutischen Versorgung, finanziert durch Sozialversicherungsträger und Krankenkassen. Eine kongruente Drogen- und Suchtpolitik, die gleichermaßen die realen Bedarfslagen suchterkrankter Menschen sowie die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter*innen berücksichtigt, ist für uns derzeit nicht zu erkennen. In den Jahren 2019/20 standen die finanziellen Ressourcen (Zuwendungen) für Gehaltsanpassungen analog zum TV-L teilweise zur Verfügung. Teilweise aber mussten die Tarifanpassungen durch den Abbau von Stellenanteilen im Zuwendungsbereich realisiert werden. Die Lücke zur Vergütung im öffentlichen Dienst wird durch die Einführung der S- und E-Tabellen wieder größer. Um diese Lücke zu schließen, müssen Personalmittel um 10% erhöht werden. Die befürchteten Sparmaßnahmen zur Finanzierung der Pandemiekosten dürfen nicht auf Kosten der Menschen mit Sucht- und psychischen Erkrankungen erfolgen. Bereits heute sind die Folgewirkungen der Pandemie in diesen Bereichen schon erkennbar. Vor diesem Hintergrund und in Vorbereitung des Doppelhaushaltes 2022/2023 haben sich die Beschäftigtenvertretungen und Geschäftsführungen der Drogen- und Suchthilfe in Berlin dazu entschlossen Sie als politisch Verantwortliche und Politik gestaltende Personen und Fraktionen in Berlin aufzufordern, die Voraussetzungen für eine zukünftig planungssichere und dynamisch an Kostensteigerungen und veränderte Bedarfslagen angepasste Finanzierung des Drogen- und Suchthilfesystems zu schaffen. Wir fordern: 1. Zur Umsetzung der Tarifanpassungen bei den freien Trägern müssen die Mittel zur Refinanzierung der Gehälter durch die Zuwendungen und Vergütungssätze sichergestellt werden. Dabei ist auch die angemessene, am Öffentlichen Dienst orientierte, Finanzierung der Altersversorgung der Mitarbeitenden der freien Träger dem Öffentlicher Dienst gleichzustellen. 2. Die finanzielle Ausstattung der freien Träger der Drogen- und Suchthilfe muss neben den angemessenen Vergütungssteigerungen für die Mitarbeiter*innen auch dem gestiegenen Sachkostenbedarf Rechnung tragen. Hier sind vor allem die Personalkosten der Verwaltungsmitarbeiter*innen, die Kosten für die Beschäftigtenvertretungen sowie die Mieten für Trägerwohnraum und Büros enthalten. Aufgrund der Verdoppelung bis zur Verdreifachung von Gewerbemietpreisen ist die sozialraumorientierte/gemeindenahe Versorgung gefährdet, wenn Mietkosten nicht entsprechend refinanziert werden. 3. Die Finanzierung tariflicher Gehälter muss in der Landeshaushaltsordnung sowie in den Rahmenverträgen rechtssicher verankert werden. Dabei ist die Weitergabe der Zuwendungssummen des Landes Berlin für eine tarifgerechte Bezahlung auch in den einzelnen Bezirken sicherzustellen. 4. Leistungserweiterungen im Bereich der Drogen- und Suchthilfe (Stichwort: wachsende Stadt) müssen realistisch gegenfinanziert werden. Eine weitere Arbeitsverdichtung ist für unsere Mitarbeiter*innen unzumutbar. 5. In 2021/22 ist für Berlin ein Landeskonzept Drogen- und Suchtpolitik zu erstellen. Inhalte müssen eine realistische Bestandsaufnahme der ineinandergreifenden Leistungssysteme (Zuwendung, SGB IX, SGB XII und Sozial- und Krankenversicherung) sein. Eine Planungssicherheit im Hinblick auf die finanzielle Ausgestaltung der Drogen- und Suchthilfe in Berlin ist zu gewährleisten! Die Drogen- und Suchthilfe ist ein wesentlicher Gesundheitsfaktor in dieser Stadt. Arbeitsverdichtung, niedriges Lohnniveau und Planungsmängel schränken die Leistungsfähigkeit des Systems und der darin tätigen Mitarbeiter*innen zunehmend ein und führen dazu, dass Bürger*innen, insbesondere mit einer Suchtproblematik, schlechter versorgt werden. Wie kann es sein, dass in der wachsenden Stadt Berlin, in der auch gesundheitliche und psychosoziale Problemlagen zunehmen, bewährte Versorgungsstrukturen reduziert werden müssen? Gesundheitsförderung braucht gesunde Arbeitsverhältnisse, gesamtplanerische Gestaltung und die politische Verantwortungsübernahme des Berliner Senats für deren Finanzierung in die Zukunft hinein. Unterzeichnet von: Petra Israel-Reh und Michael Frommhold Geschäftsführung Notdienst für Suchtmittelgefährdete und - abhängige Berlin e.V. Steffen Leuschke Betriebsratsvorsitzender Notdienst für Suchtmittelgefährdete und - abhängige Berlin e.V. Manuela Schulze und Babett Schott Geschäftsführerinnen Tannenhof Berlin - Brandenburg e.V. Tannenhof Berlin - Brandenburg gGmbH Luise Fuchs Betriebsratsvorsitzende Tannenhof Berlin- Brandenburg e.V. Tannenhof Berlin- Brandenburg gGmbH Christian Thomes Geschäftsführer ADV gGmbH Birgit Behrens Betriebsratsvorsitzende ADV gGmbH Wiebke Them Geschäftsbereichsleiterin Stiftung SPI Geschäftsbereich Gesundheit, Wohnen & Beschäftigung Petra Winkler Betriebsratsvorsitzende Stiftung SPI Geschäftsbereich Gesundheit, Wohnen & Beschäftigung Nina Pritszens und Anneke Groth Geschäftsführerinnen vista- Verbund für integrative soziale und therapeutische Arbeit gGmbH Christian Engeln Betriebsrat vista- Verbund für integrative soziale und therapeutische Arbeit gGmbH Martin Hilckmann Geschäftsführer ZIK – zuhause im Kiez gGmbH Sabine Viering Vorsitzende Mitarbeiter*innenrat ZIK – zuhause im Kiez gGmbH Christian Thomes Geschäftsführer Zeitraum gGmbH Ralf Menzel stellv. Betriebsratsvorsitzender Zeitraum gGmbH Dagmar Rünger stellv. Geschäftsführerin FrauSuchtZukunft e.V. Claudia Hannig Betriebsrätin FrauSuchtZukunft e.V. Andreas Gantner Geschäftsführer Therapieladen e.V. Harvey Becker Mitarbeitervertretung Therapieladen e.V. Joachim Hottmann Leitung Drogentherapie-Zentrum Berlin e.V. Candan Ögütcü Geschäftsführer navitas gGmbH Ulrike Nimir Geschäftsführerin ADV Rehabilitation und Integration gGmbH Lenné gGmbH Die Stellungnahme wird unterstützt von: Dr. Gabriele Schlimper Landesgeschäftsführerin Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V. Oliver Bürgel Landesgeschäftsführer AWO Landesverband Berlin e.V. Rolf Göpel Vorstand Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V. ...
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Artikel über tiebrA in der TrokkenPresse

"Die meisten Zeichnungen, Collagen und Malereien begannen zunächst recht zögerlich, fast ungläubig: "Was? Malen? Nee, sowas kann ich nicht!", "Ne, noch nie gemacht!" Aber am Ende war jede der Frauen* dann doch überrascht von sich selbst. Und stolz. Jedes der Bilder steht für ein Erfolgserlebnis eines süchtigen Menschen. Für ein neues Stück Selbstwert mehr." Ein etwas persönlicherer Manufaktur-Bericht der Autor*in Anja Wilhelm...
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